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Beijing – Zeitreise zwischen Hutongs und Palästen

In Beijing trifft chinesische Geschichte auf neuzeitlichen Besucherrummel. In den engen Gassen der Hutongs scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, und die weitläufigen Anlagen der Verbotenen Stadt und des Sommerpalastes erzählen aus den Tagen der vergangenen Herrscherdynastien. Kommt mit auf eine Entdeckungstour!

Wir halten am Straßenrand, und der Taxifahrer bugsiert unsere Koffer aus dem Fahrzeug auf den Gehweg. Hier ist unsere Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt Beijings offensichtlich beendet. Wir kommen direkt aus der Region um den Nationalpark Zhangjiajie, wo wir die vergangenen Tage verbracht haben. Es ist halb drei Uhr in der Nacht, wir sind müde und orientierungslos. Als Fahrziel hatten wir eigentlich unsere Hoteladresse angegeben. Der Fahrer deutet auf eine finstere, schmale Gasse: „Da entlang!“.

Mutig rollen wir unser Gepäck vor uns her und machen uns auf die Suche nach unserer Unterkunft. Das Viertel wirkt wie ausgestorben. Nur an einem Gemüselädchen fegt der Inhaber zu dieser späten Stunde noch das Grünzeug zusammen. Hinter der nächsten Wegekreuzung finden wir erleichtert das Shichahai Shadow Art Performance Hotel und sind froh, als sich nach Betätigen der Klingel tatsächlich etwas tut. Ein verschlafener Mitarbeiter öffnet die Tür. Er verbringt die Nacht auf einer Pritsche hinter dem Rezeptionstresen.

Das Hotel liegt in einem zentralen Teil Beijings in ruhiger Lage. Von hier gelangt man zu Fuß oder mit der U-Bahn problemlos zu allen Sehenswürdigkeiten und kann auch in den Abendstunden noch sicher durch die Gassen der umliegenden ursprünglichen Wohngebiete spazieren. Die Zimmer sind ordentlich, und das moderne Hotel verfügt über eine einladende, großzügige Lobby mit Loungemöbeln, in der man nach den Stadterkundungen des Tages entspannen kann.

Ein besonderes Angebot des Hotels sind die mehrmals in der Woche für Hausgäste kostenlos angebotenen traditionellen Schattenspiel-Shows. Der Meister der Performance erläutert im Anschluss auf Chinesisch und Englisch die Tradition der Schattenspiel-Kunst und die aufwendigen handwerklichen Techniken, die bei der Erstellung der Scherenschnitte eingesetzt werden. Wer möchte, kann sich dann auch noch selbst an einem Scherenschnitt versuchen und eine kleine Bastelstunde anfügen. Wunderschöne, filigrane Scherenschnitte aus vergangenen Shows dekorieren überall im Hotel die Wände.

Nach unserer ersten kurzen Nacht in Beijing bekommen wir bei Tageslicht einen ersten Eindruck von unserer neuen Umgebung: Wir befinden uns inmitten eines der zahlreichen Hutongs.

Die Hutongs sind das, was von dem historischen Teil des Stadtzentrums von Beijing übriggeblieben und nicht gigantischen Bauprojekten zum Opfer gefallen ist. Innerhalb dieser historischen Wohngebiete mit überwiegend eingeschossigen Häusern und schmalen Gassen spielt sich das Leben in kleinen Ladenstraßen, Parks und in den privaten Innenhöfen der traditionellen Häuser aus grauem Ziegel ab. Die Menschen sind zu Fuß, mit Fahrrädern oder Rikschas unterwegs. Für den Autoverkehr in größerem Umfang sind die Gassen einfach zu eng. Dennoch besitzen hier einige Haushalte ein eigenes, sorgsam gehütetes Fahrzeug. Dieses wird in der Regel gehegt und gepflegt, was vor allem an den Abdeckplanen und an den Holzbrettchen deutlich wird. Diese werden vor die Autoreifen gestellt, um sie vor den zahlreichen Beinchen hebenden Hunden im Viertel zu schützen.

In dieser dörflichen Atmosphäre ist es kaum zu glauben, dass wir uns mitten in einer Metropole mit mehr als 20 Millionen Einwohnern befinden. In den kommenden Tagen werden wir die Stadt erkunden und von hier zu einer mehrtägigen Trekkingtour auf und in der Nähe der Großen Mauer aufbrechen – bald erfahrt Ihr dazu hier mehr.

Unsere Highlights in Beijing:

Spaziergang durch die Hutongs

Vom Shichahai Shadow Art Performance Hotel gelangen wir bequem zu Fuß durch die idyllischen traditionellen Wohnviertel zum Houhai-See über die Silberbarrenbrücke und durch eine quirlige Geschäftsstraße mit kleinen Souvenirläden zu den imposantesten Gebäuden und Wahrzeichen des Viertels – dem Glockenturm und dem Trommelturm. Beide Türme wurden Ende des 13. Jahrhunderts errichtet, durch Brände zerstört und wiederaufgebaut. Sie dienten bis in die 1920er Jahre der Zeitansage, die durch Trommeln und Glocken erfolgte. Sie überragen die umgebende Bebauung und können besichtigt werden. Im Trommelturm gelangt man über eine lange, steile Stiege ins obere Stockwerk und ist mit etwas Glück zur richtigen Zeit vor Ort, um den imposanten Klang der Trommeln live zu erleben. Vom Balkon aus hat man einen schönen Blick über die Dächer der Hutongs.

Die Hauptgassen in den Hutongs erwachen erst gegen Abend so richtig zum Leben. Auf dem See fahren die Tretboote, die Damen haben sich in Schale geworfen, und in den Bars treten Bands auf. Um diese Tageszeit kann man wunderbar umherstreifen, beobachten und die Atmosphäre in sich aufnehmen!

 

Auf der Flaniermeile Nanluogu Xiang

In dieser belebten und mit Läden, Restaurants und Imbissständen gesäumten Geschäftsstraße inmitten der Hutongs lässt es sich herrlich nach Souvenirs und Leckereien stöbern. Wir entdecken in einem Schaufenster knusprig-braun glänzende Pekingenten, die wir für unsere restliche Zeit in der Metropole nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Sie werden in diesem Imbissrestaurant (in das wir mehrmals einkehren) als zigarrenartig gerollter Snack in dünnen Teigrollen serviert. Gefüllt mit knuspriger Ente, dünn geschnittenem Lauch und Hoisin-Sauce schmecken sie einfach köstlich! Solltet Ihr einmal in Beijing sein und durch diese Straße flanieren, dann haltet danach Ausschau!

Schräg gegenüber befindet sich das Beijing-Café mit Dachterrasse und chilliger Musik – ein entspannter Ort, um den Tag mit Tsingtao Bier und Passionsfrucht-Schorle ausklingen zu lassen.

Die Residenz des Prinzen Gong

An einem frühen Vormittag brechen wir zügig auf, um pünktlich zur Öffnung der Eingangstore an der Residenz des Prinzen Gong zu sein, einem alten Herrensitz auf weitläufigem Gelände mitten in den Hutongs. Zum Anwesen gehören viele Einzelgebäude zum Wohnen und für Gäste sowie eine wunderschöne Gartenanlage. Vor dem Eingang tummelt sich schon eine beachtliche Anzahl Besucher, aber der Andrang ist geringer als befürchtet.

 

Zwei Tage zuvor strömten uns noch die Menschenmassen entgegen, die nachmittags die Residenz besuchen wollten. Eine Riesengruppe nach der anderen. Jetzt lassen wir die Wohn- und Repräsentationsgebäude erst einmal hinter uns und begeben uns direkt in den rückwärtig gelegenen Garten. Der Plan geht auf! Da alle anderen Besucher das Feld von vorn aufrollen, haben wir den Garten so früh am Morgen noch fast für uns allein und erhalten eine Vorstellung davon, wie schön und verwunschen es hier sein kann.

Kunstvoll gestaltet mit unzähligen malerischen Perspektiven präsentiert sich dieser Ort chinesischer Gartenkunst. Pavillons, Laubengänge, ein Seerosenteich, künstliche Felslandschaften und eine begehbare Grotte – König Ludwig der II. hätte hier große Freude gehabt!

Die vor der Grotte aufgestellten Warteschlangengitter und ein im Innern der Grotte bereitstehendes Megaphon deuten allerdings schon auf die später zu erwartenden Zustände im Park hin. Gegen den Strom besuchen wir anschließend die Gebäude mit altem Mobiliar und ein beeindruckendes Privattheater, in dem der Prinz sich mit seinen Gästen gepflegt unterhalten ließ. Sieht man von zwei lärmenden Gruppen mit Lautsprecher-Guide ab, geht es an diesem Morgen hier ausgesprochen beschaulich und ruhig zu. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt.

Ausflug zum Sommerpalast

Wir steigen an der nächstgelegenen Haltestelle in die U-Bahn. Wie auch in Shanghai funktioniert das U-Bahn-System reibungslos, die Orientierung fällt leicht, und es ist unglaublich günstig. Wir starten durch zu einem weiteren Sightseeing-Hotspot Beijings – dem Sommerpalast!

 

Er liegt recht weit außerhalb des Altstadtrings, so dass wir einige Zeit unterwegs sind. Erwartungsgemäß wird es hier wieder voll. Wie auch an den Kassen des Prinzen Gong, so offenbart sich in der Schlange am Sommerpalast eine in auffälliger Häufigkeit auftretende hiesige Gebräuchlichkeit – das Vordrängeln. Lässt man nur für einen kleinen Moment zu viel Abstand zum Vordermann entstehen, so hat sich binnen Sekunden irgendjemand dazwischen gemogelt!

Heute ist der Himmel klar, und die Sonne brennt. Ohne Schatten werden es bestimmt über 30 Grad Celsius sein. Das Areal ist sehr ausgedehnt. Zu dem auf einem Hügel gelegenen Palast mit Nebenanlagen und Tempeln gehört der riesige Kunming-See mit Parkanlage. Wir beginnen unseren Rundgang am Nordeingang und treffen unterhalb einer malerischen venezianisch erscheinenden Brücke auf einen Kanal, der rechts und links von zwei idyllischen Ladenzeilen eingerahmt wird. Boote fahren mit Besuchern hin und her, Souvenirs werden angeboten und es geht alles recht beschaulich, fast dörflich zu. Es macht Spaß, an den künstlichen Wasserbecken entlang zu flanieren. Man darf jedoch nicht vergessen, den Blick auch auf den Boden zu richten, denn der gemauerte Uferweg und diverse Stufen verlaufen im Zickzackkurs, und man könnte im Kanal landen.

Wir kraxeln den Hügel hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter zum Seeufer. Abseits der Besuchermassen kann man hier wunderbar unter schattigen Weidenbäumen am Wasser entlang spazieren gehen oder im „Garten des inneren Einklangs und des äußeren Wohlgefallens“ umherflanieren. Ist das nicht ein wundervoller Name für eine Parkanlage? Auf Bänken und unter lauschigen Laubengängen können sich erschöpfte Besucher ausruhen und die Seele baumeln lassen.

Anders sieht es am Nordufer, unmittelbar unterhalb des Sommerpalastes aus. Ab dem Steinschiff der Kaiserwitwe Cixi tummeln sich die Horden und erdrückend viele chinesische Reisegruppen. Hier heißt es wieder: Körperspannung aufbauen, Ellbogen ausfahren und immer wieder tiiiiiiief einatmen.

Unzählige Steinstufen führen hinauf zum Rundtempel des Sommerpalastes. Von dort oben genießt man den Panoramablick über den Kunming-See und das umgebende Häusermeer von Beijing.

Vom Gewusel am Ufer haben wir schnell genug, ergreifen die Flucht in Richtung U-Bahn-Station und düsen zurück in die Hutongs. Wir hören sie schon schnattern, unsere nachmittägliche Pekingente! Zwischen der Haltestelle Shichahai und dem Trommelturm liegen an der Di´anmenwai Dajie einige einfachere, aber einladende Restaurants, die augenscheinlich in erster Linie von Chinesen besucht werden. In dem Etablissement unserer Wahl sind selbst am Nachmittag einige Tische belegt. Ein gutes Zeichen. An mehreren anderen Tischen halten Angestellte ein Mittagschläfchen. Bald schon liegt das appetitlich angerichtete von knuspriger Haut umhüllte, saftige Fleisch einer Pekingente vor uns – umgeben von ansprechenden Zutaten wie Fladenbrot, Gurken und Lauchsticks, Sojasoße, Gelee, Zucker und Chili. Ein Genuss!

Symbolik und Geschichte auf dem Tian´anmen Platz

Mit einer zum Bersten gefüllten U-Bahn fahren wir zum Tian´anmen Platz. Eine Dame niest. Obwohl zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt, dass das Coronavirus schon bald China und auch dem Rest der Welt Einiges abverlangen wird, verstehen wir nun, warum viele Städter hier einen Mund- und Nasenschutz tragen.

Der Platz am Tor des Himmlischen Friedens gilt als größter Platz der Welt. Bis man durch die umfangreichen Sicherheitschecks mit Pass- und Taschenkontrolle über diverse Unterführungen auf den Platz gelangt, hat man bereits endlose Wege zurückgelegt. Selbst wer das Ziel hätte, zu demonstrieren oder systemkritische Aktionen zu starten, wäre vermutlich nach all diesen Strapazen so erschöpft, dass für eine Rebellion keine Energie mehr übrigbleibt. Abgesehen davon wäre ihm vorher wohl jegliches dafür benötigte Material abgenommen worden.

Von der Platzfläche aus blickt man auf die monumentalen Gebäude in brachial-sozialistischer Architektur der 1950er Jahre. Linker und rechter Hand liegen das Nationalmuseum und die Halle des Volkes. Auf dem südlichen Teil des Platzes befindet sich das Mao-Mausoleum (jetzt, am Nachmittag, geschlossen), wo sich noch heute Schlangen von Menschen bilden, um dem einbalsamierten Leichnam des „Großen Führers“ persönliche Ehrerbietung zukommen zu lassen. Und aus Richtung Norden blickt das riesige Konterfei Maos vom Tor des Himmlischen Friedens, dem Eingang zur Verbotenen Stadt, auf uns herab. Mehr als befremdlich.

 

The Great Leap – Geschichtsstunde in der Mikrobrauerei

Auf einem unserer Streifzüge durch die schmalen Gassen kehren wir in den Biergarten der hiesigen Mikrobrauerei „The Great Leap“ ein. Unter Bäumen können die Besucher in einem lauschigen Innenhof die Spezialitäten des Hauses genießen und sich eine Auszeit gönnen.

Es gibt W-Lan, und wir lesen hier bei der Recherche des Brauereinamens eine Online-Reportage der Zeit über das, was sich zu Zeiten von Maos „Großem Sprung nach vorn“ in den 1950er Jahren in China zugetragen hat. Das Bier bleibt uns regelrecht im Halse stecken. Angesichts der dort beschriebenen Vorkommnisse überrascht uns, dass wir diesen kritischen Artikel hier überhaupt abrufen und öffnen können. Über diesen Link erfahrt Ihr mehr.

Gleichzeitig ist es kaum zu glauben, dass Mao trotz allem tagtäglich überall von den Hausfassaden und Geldscheinen strahlt und von den Menschen verehrt zu werden scheint. Erinnerungskultur? Historische Aufarbeitung?

Ausblick vom Kohlenhügel im Jingshan-Park

…wunderschön angelegter Park rund um einen Hügel, bestehend aus dem Aushub des mächtigen Wassergrabens um die Verbotene Stadt. Oben auf dem Hügel befindet sich eine Pagode, die einen Blick aus der Vogelperspektive auf das Palastgelände bietet.

In der Verbotenen Stadt

Ein Highlight jeder Chinareise ist ein Besuch der Verbotenen Stadt. Um keine Überraschung zu erleben (und wertvolle Zeit und Energie zu verlieren) ist es gut zu wissen, dass sich der Eingang zu diesem riesigen Areal an dessen Südende und somit am Tian´anmen-Platz befindet, der Ausgang liegt hingegen am Nordende.

 

Die Verbotene Stadt ist weitläufig, prachtvoll und vollgestopft mit Touristen! Ein beeindruckender Ort, der trotz der Besuchermassen ahnen lässt, wie abgeschottet die kaiserlichen Herrscher bis zur Revolution im Jahre 1911 residiert und regiert haben. Die gewöhnliche Bevölkerung hatte hier keinen Zugang. Die Verbotene Stadt ist von einer 10 Meter hohen Mauer und einem rund 50 Meter breiten Wassergraben umgeben und aus jeder Himmelsrichtung über mächtige Tore erschlossen. Anders als damals können die Menschen heute stundenlang durch die symmetrischen Anlagen; über verwinkelte Höfe und marmorne Terrassen streifen und unzählige Paläste und Pagoden mit klangvollen Namen besichtigen. So zum Beispiel die Halle der höchsten Harmonie und die Halle der Berührung von Himmel und Erde.

Sehenswert ist auch eine Uhrensammlung mit prachtvoll verzierten Objekten aus vergangenen Jahrhunderten, teils wertvolle Präsente der Engländer an die chinesischen Herrscher. Das kleine Museum liegt in einem seitlichen, ruhigeren Teil der Palastanlagen.

Wir empfehlen eine Vorreservierung der Tickets (unter Angabe der Reisepassnummer), um ein langes Schlangestehen an den Ticketschaltern zu umgehen.

 

Fahrt mit einer E-Roller-Rikscha

Um vom Herz der Stadt in den Himmelstempelpark zu gelangen, sind einige Kilometer zu überbrücken. Um unseren schmerzenden Füßen eine kleine Auszeit zu gönnen, wird es Zeit für eine Fahrt mit einer E-Roller-Rikscha! Der Fahrer unserer Wahl hält an einer Stelle, an der er offenbar nicht halten darf. Wir können aber nirgendwo hin ausweichen. So gestaltet sich schon die Preisverhandlung turbulent. Er will 280 Yuan, wir bieten 80. Er will 200 und blickt sich hektisch um, wir bieten 100. Die Polizei kommt von hinten, er fährt los und dreht einen Halbkreis für die Polizei. Er fährt wieder vor. Immer hektischer geht es hin und her, bis wir uns bei 160 Yuan einigen und er uns wild winkend signalisiert, schnell einzusteigen. Es folgt ein wilder Ritt durch den Großstadtverkehr! Um Haaresbreite an anderen Rollern, Fahrrädern und Bussen vorbei, quer über stark befahrene Kreuzungen und durch enge Seitenstraßen! Foto zum Abschied – wir haben überlebt!

Streifzug durch den Himmelstempelpark

Der Himmelstempelpark ist ein grünes, symmetrisches Idyll riesigen Ausmaßes, in dem es nach mediterranem Nadelwald riecht und endlose Alleen mit gefiederten Bäumen Schatten spenden! In der Mitte thront der beeindruckende, runde Himmelstempel, eine Art Altar, in dem die Herrscher alljährlich für gute Ernten beteten. Die Entfernungen in der Parkanlage sind beachtlich! Hier kann man sich stundenlang im Grünen verlieren, flanieren und ruhen…

Das Sightseeing-Programm in Beijing – in diesem Beitrag für Euch zusammengefasst – haben wir für eine viertägige Trekkingtour auf der Chinesischen Mauer unterbrochen. Hier erfahrt Ihr bald mehr!

Ausklang

Wir sitzen in einer lauschigen Bar am Ufer des Houhai Sees und trinken im milden Abendwind zwei neonfarbene Alcopops in den unmöglichen Geschmacksrichtungen „Peach & Brandy“ und „Rosé & Whiskey“. Eigentlich hatten wir Bier bestellt. Im Hintergrund spielt eine Kapelle Jingle Bells. Und um dieser Idylle noch zur Perfektion zu verhelfen, zieht sich der junge Typ auf dem Klappstuhl neben uns genüsslich etwas aus dem hinteren Rachenraum nach oben, um das Ergebnis dann herzhaft in die Rabatten zu spucken!

Unser letzter Abend in Beijing, unsere Zeit in China geht zu Ende. Wir sind in den vergangenen drei Wochen in eine andere Welt eingetaucht und haben viele spannende Eindrücke gewonnen, beeindruckende Städte und Naturhighlights besucht. Gleichzeitig war es ein sehr komfortables Reisen, aber auch eine anstrengende Zeit. Am besten lässt sich diese Tour in Anlehnung an David Foster Wallace´s Worte zusammenfassen:

Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne uns!

Habt Ihr schon einmal eine Reise nach China und Beijing unternommen, und was hat Euch am meisten beeindruckt? Wir freuen uns auf Eure Anregungen, Tipps und Kommentare!

 

+++ Hinweis: Sämtliche Namensnennungen und Empfehlungen in unseren Beiträgen basieren auf unserer persönlichen Meinung. Für die Erwähnung von Namen, Marken, Titeln etc. und für das Setzen von Links erhalten wir keine Bezahlung und auch keine anderweitige Gegenleistung. +++

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